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Liebe Freunde,
Draußen ist es knackig kalt, also genau das Wetter, bei dem man ein wenig Whisky in den Tee gießen, sich in eine Decke hüllen und sich gemütlich auf eine Couch legen würde, um ein spannendes Buch zu lesen. Vor allem aber ist es eine Zeit, in der man über das vergangene Jahr nachdenken kann. Unser Rückblick auf 2008 fällt sehr positiv aus. Wir konnten alle Projekte, die wir uns vorgenommen haben, rechtzeitig abschließen, und haben bei Lesungen schöne Stunden im Kreise unserer Fans erlebt. Heuer haben wir so oft gelesen wie nie zuvor. Es begann ja bereits im März in München. Danach brachte der April eine Lesereise nach Pforzheim, Westerburg im Westerwald, Bitburg, sowie nach St. Vith und Eupen in Belgien. Weitere Stationen waren über das Jahr hinweg Unterhaching bei München, zweimal Augsburg, Speyer, Oberursel bei Frankfurt, Leutershausen, Fürstenfeldbruck, Poing bei München und Landshut.
Zwei Lesungen, nämlich in Jena und Rathenow mussten leider krankheitsbedingt ausfallen und wir hoffen, sie baldmöglichst nachholen zu können
Auf Buchmessen und Autorentreffen, aber auch bei Lesungen haben wir viele angenehme und liebenswerte Kollegen kennengelernt, die wir bald wieder treffen wollen, und wir haben mit vielen Lesern gesprochen. Dabei sind wir immer wieder überwältigt von der Sympathie, die uns entgegengebracht wird, und freuen uns jedesmal, wenn wir gesagt bekommen, unsere Romane hätten den Lesern Freude bereitet. Ein höheres Lob kann man sich als Autor nicht wünschen.
Ein Höhepunkt dieses Jahres war sicher der große Erfolg des vierten Abenteuers der uns sehr ans Herz gewachsenen Marie, auch wenn die ehemalige Wanderhure sich diesmal mit einer Nebenrolle begnügen und die Hauptrolle ihrer Tochter Trudi überlassen musste. Auch das Taschenbuch von „Die Feuerbraut“ fand seinen Weg zu den LeserInnen und kam ebenso wie „Die Tochter der Wanderhure“ auf die Bestsellerlisten.
Auch aus dem Ausland erreichten uns gute Nachrichten. Die polnischen Ausgaben von „Die Wanderhure“ und „Die Kastellanin“ schafften es ebenfalls auf die Bestsellerlisten in ihrem Erscheinungsland, und mit der in Russland erschienenen Übersetzung von „Die Löwin“ liegen mittlerweile bereits sechs unserer Romane in einer fremden Sprache vor. Bei anderen gibt es bereits Lizenzverträge, so dass die Zahl der Übersetzungen noch weiter anwachsen wird.
Auch sonst gibt es Erfreuliches zu berichten. Im August ist unser Jugendbuch „Der Feuerthron“ beim Hanser Verlag erschienen. Für uns war dies die Bestätigung, dass wir nicht nur spannende Unterhaltung für erwachsene LeserInnen, sondern auch für die Jugend ab elf schreiben können. Es war ein Anknüpfen an alte Zeiten, haben wir doch unser 1986 veröffentlichtes erstes Buch für genau diese Altersgruppe geschrieben.
Bevor wir jetzt auf das Jahr 2009 schauen wollen, wenden wir uns den letzten drei Lesungen zu, die dieses Jahr stattgefunden haben.
Fürstenfeldbruck:
Am 25.11.2008 waren wir in der Stadtbibliothek in der Aumühle in Fürstenfeldbruck zu Gast. Das Wetter war winterlich und es herrschte leichter Schneefall, also gerade das Wetter, bei dem man sich am liebsten zuhause einmummeln und ein Buch zur Hand nehmen möchte. Dennoch war der Lesesaal der Bibliothek voll und wir konnten unsere „Tochter der Wanderhure“ einem interessierten Publikum vorführen. Als kleine Zugabe gab es noch ein kurzes Stück aus dem „Feuerthron“, um den Zuhörern die Bandbreite unseres Schaffens aufzuzeigen.
Natürlich wurde dieser Aspekt auch bei der folgenden Diskussion mit berücksichtigt, doch lag den Anwesenden vordringlich das weitere Schicksal Maries und ihrer Familie am Herzen. Hier mussten wir jedoch passen, denn zum jetzigen Zeitpunkt ist kein fünfter Roman mit unseren Kibitzsteinern geplant. Allerdings konnten wir einen Ausblick auf unsere nächsten Romane geben, die sicher ebenso spannend sein werden wie „Die Wanderhure“ und ihre Folgebände.
Spät in der Nacht löste sich die Runde langsam auf und wir konnten mit einem zufriedenen Gefühl in die Heimat zurückkehren.
Augsburg:
Nachdem wir bereits im Juni in Augsburg gelesen haben, war es am 04.12.2008 wieder so weit. Wie schon beim ersten Mal war es eine Gemeinschaftslesung mit Kolleginnen, diesmal mit Gabriela Galvani („Die Seidenhändlerin“), Heidi Rehn („Mord im Englischen Garten“), Petra Balzer de Garcia („Die Hoffnung von Tabarca“). Iny las aus „Die Tochter der Wanderhure“ und damit er sich nicht so ausgeschlossen fühlte, durfte Elmar noch ein kurzes Stück aus „Der Feuerthron“ lesen.
Die Lesung fand im s’ensemble-Theater vor einem überschaubaren, aber sehr interessierten Publikum statt und zeigte die große Bandbreite gut geschriebener und spannender historischer Romane. Bei einem Glas Wein, bzw. Wasser (Elmar musste ja noch Auto fahren) wurde anschließend noch eifrig diskutiert und auf die schöne Lesung angestoßen.
Für uns war die Reise nach Augsburg doppelt erfolgreich, denn wir dabei die dort ansässige Künstlerin Silvia Philipp besuchen und uns deren Atelier und ihre neuesten Werke ansehen.
Landshut:
Die letze Lesung des Jahres wurde am 20.12.2008 anlässlich des Jugendkulturwochenendes im Salzstadl in Landshut gehalten. Das Veranstalterteam um Juliane Ebert, Matthias Pietka und Martin Lackerbauer bot den Teilnehmern an dieser Lesung ideale Bedingungen, sowie eine reiche Getränkeauswahl, bei der Elmar jedoch Glühwein und ähnliches meiden und sich mit Kinderpunsch begnügen musste. Dem Spaß an diesem Event tat dies aber keinen Abbruch.
Wie schon der Name Jugendkulturwochenende zeigt, waren hier vor allem junge Autorinnen und Autoren vor Ort. Aus diesem Grund sind wir doppelt stolz, dass wir mit eingeladen worden sind. Das Publikum bestand jedoch nicht nur aus jungen Menschen, sondern es waren alle Altersgruppen vertreten, und diese zeigten sich von den Darbietungen der Lesenden sehr angetan. Allerdings wurde auch ein breites Potpourri an teilweise sehr guten Texten geboten.
Es lasen Andreas Kimmelmann aus „Der Fluch des Schattenkönigs“, Stefan Fischer aus „Wie das Leben so bloggt“ und „Das Mondgeheimnis“, sowie Ida Mahsouli, mehrere Mitglieder der Keramikschule Landshut, Carolin Hensler und Christina Grohmann, sowie Iny aus „Die Tochter der Wanderhure“. Elmar durfte im Anschluss noch kurz „Der Feuerthron“ vorstellen.
Begleitet wurde die Veranstaltung durch die Schülerinnen der Musikschule Essenbach, die nicht nur für die Lesenden einen stimmungsvollen Rahmen schufen, sondern mit ihren ausgezeichneten Darbietungen allen Anwesenden eine große Freude bereiteten.
Es war ein wunderschöner und hervorragend organisierter Abend, an den wir uns gerne erinnern werden. Nach der Lesung konnten wir auf dem Weg zum Parkplatz noch die herrliche Weihnachtsbeleuchtung in der Landshuter Altstadt bewundern und kehrten mit angenehmen Erinnerungen nach Hause zurück.
Das neue Jahr:
08.01.2009 in Poing:
2009 beginnt für uns mit einer Benefizlesung in Poing bei München. Der Erlös kommt der Poinger Tafel zugute.
Termin: 08.01.2009,
Beginn: 20:00 Uhr
Ort: Evangelische Christuskirche, Gebr.-Asam-Str. 6 in Poing.
Eintritt: 5,- €
20.01.2009 in München-Haidhausen:
Am 20.01.09 lesen wir in der Club-Filiale, Orleansplatz 4 in München-Haidhausen. Das ist direkt am Münchner Ostbahnhof.
Termin: 20.01.2009
Beginn: 19:00 Uhr
Eintritt: frei
Weitere Lesungen sind in Planung. Vor allem sollen hier die ausgefallenen Lesungen in Jena und Rathenow nachgeholt werden.
Das Jahr 2009 bringt natürlich auch neue Romane. Diesmal sind es zwei, die in für uns bisher eher ungewöhnlichen Zeiten spielen. „Die Rose von Asturien“ führt uns in das frühe Mittelalter und in eine Epoche großer Umwälzungen in Europa, während „Dezembersturm“ in den Jahren 1875 und 1876 handelt und eine faszinierende Zeit beschreibt, in der die Menschen immer mehr ihren Maschinen vertrauten und dabei verlernten, die Natur zu verstehen.
Für den danach folgenden Roman wird bereits eifrig recherchiert und wir werden sicher auch bald die ersten Zeilen schreiben.
Herzliche Grüße und die besten Wünsche für 2009.
Iny und Elmar Lorentz
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